Bava Batra 286

Kapitel 286

א ואם הביא חמשים בכלי אחד וחמשים בכלי אחד יצא אם הביא אין לכתחלה לא ואי סלקא דעתך כל כי האי גוונא פלגא ופלגא הוא אפילו לכתחלה נמי
1 hat er fünfzig in einem Gefäße und fünfzig in einem anderen Gefäße dargebracht, so hat er seiner Pflicht genügt. Nur wenn er dargebracht hat, nicht aber von vornherein; wenn man nun sagen wollte, in solchen Fällen sei Hälfte und Hälfte zu verstehen, so sollte es auch von vornherein erlaubt sein!? –
ב הכי השתא התם אנן סהדי דהאי גברא מעיקרא לקרבן גדול קא מכוין והאי דקאמר בשני כלים דידע דלא אפשר לאתויי בכלי אחד כמה דאפשר לאיתויי מייתינן
2 Was soll dies: in diesem Falle sind wir Zeugen, daß dieser von vornherein ein möglichst großes Opfer darbringen wollte, und nur deshalb sagte er: in zwei Gefäßen, weil er wußte, daß es in einem Gefäße nicht darzubringen ist; daher muß er es in der möglichsten Größe darbringen.
ג והלכתא כוותיה דרב יוסף בשדה ענין ומחצה
3 Die Halakha ist wie R. Joseph beim Felde, bei der Angelegenheit und bei der Hälfte.
ד ההוא דשדר פיסקי דשיראי לביתיה אמר רבי אמי הראויין לבנים לבנים ראויין לבנות לבנות ולא אמרן אלא דלית ליה כלתא אבל אית ליה כלתא לכלתיה שדר ואי בנתיה לא נסיבן לא שבק בנתיה ומשדר לכלתיה
4 Einst sandte jemand Stücke Seidenstoff nach Hause. Da entschied R. Ami: Was für die Söhne geeignet ist, gehöre den Söhnen, und was für die Töchter geeignet ist, gehöre den Töchtern. Dies gilt jedoch nur von dem Falle, wenn er keine Schwiegertochter hat, wenn er aber eine Schwiegertochter hat, so hat er [das Geschenk] seiner Schwiegertochter gesandt. Wenn aber seine Töchter nicht verheiratet sind, so übergeht niemand seine Töchter und beschenkt seine Schwiegertochter.
ה ההוא דאמר להו נכסיי לבניי הוה ליה ברא וברתא מי קרו אינשי לברא בניי (ולסלוקי לברתא מעישור קאתי) או דלמא לא קרו אינשי לברא בניי ולמושכה לברתא במתנה קאתי
5 Einst verfügte jemand: mein Vermögen soll meinen Söhnen gehören, und er hatte einen Sohn und eine Tochter. Nennt man einen Sohn ‘Söhne’, und er wollte seiner Tochter das Zehntel entziehen, oder nennt man einen Sohn nicht ‘Söhne’, und er wollte seine Tochter einbegreifen, daß sie es als Geschenk erhalte? –
ו אמר אביי ת"ש (בראשית מו, כג) ובני דן חושים א"ל רבא דלמא כדתנא דבי חזקיה שהיו מרובין כחושים של קנה אלא אמר רבא (במדבר כו, ח) ובני פלוא אליאב רב יוסף אמר (דברי הימים א ב, ח) ובני איתן עזריה
6 Komm und höre:<i>Und die Söhne Dans: Ḥušim</i>. Raba erwiderte: Vielleicht ist dies nach dem Autor aus der Schule Ḥizqijas zu erklären, daß sie nämlich so zahlreich waren wie die Sträucher [ḥušim]!? Vielmehr, erklärte Raba:<i>Die Söhne Phalus: Eliab</i>. R. Joseph erklärte:<i>Die Söhne Ethans: A͑zarja</i>.
ז ההוא דאמר להו נכסאי לבנאי הוה ליה ברא ובר ברא קרו אינשי לבר ברא ברא או לא רב חביבא אמר קרו אינשי לבר ברא ברא מר בר רב אשי אמר לא קרו אינשי לבר ברא ברא תניא כוותיה דמר בר רב אשי המודר הנאה מבנים מותר בבני בנים:
7 Einst sprach jemand: mein Vermögen soll meinen Söhnen gehören, und er hatte einen Sohn und einen Enkelsohn. Nennt man einen Enkelsohn ‘Sohn’ oder nicht? R. Ḥabiba sagte, man pflege auch einen Enkelsohn ‘Sohn’ zu nennen, und Mar b. R. Aši sagte, man pflege einen Enkelsohn nicht ‘Sohn’ zu nennen. Übereinstimmend mit Mar b. R. Aši wird gelehrt: Wer sich den Genuß von seinen Kindern abgelobt hat, darf von den Kindern der Kinder genießen.
ח <big><strong>מתני׳</strong></big> הניח בנים גדולים וקטנים השביחו גדולים את הנכסים השביחו לאמצע אם אמרו ראו מה שהניח אבא הרי אנו עושין ואוכלים השביחו לעצמן וכן האשה שהשביחה את הנכסים השביחה לאמצע אם אמרה ראו מה שהניח לי בעלי הרי אני עושה ואוכלת השביחה לעצמה:
8 <b>W</b><small>ENN JEMAND ERWACHSENE UND UNERWACHSENE</small> K<small>INDER HINTERLASSEN HAT, UND DIE ERWACHSENEN DIE</small> G<small>ÜTER MELIORIERT</small><small>HABEN, SO HABEN SIE FÜR DIE</small> M<small>ASSE MELIORIERT</small>. W<small>ENN SIE ABER GESAGT</small><small>HABEN: SEHT, WAS UNSER</small> V<small>ATER HINTERLASSEN HAT, WIR WOLLEN ES BEARBEITEN</small><small>UND</small> [<small>DEN</small> E<small>RTRAG</small>] <small>GENIESSEN, SO HABEN SIE ES FÜR SICH</small><small>MELIORIERT</small>. E<small>BENSO HAT EINE</small> F<small>RAU, WENN SIE DIE</small> G<small>ÜTER</small><small>MELIORIERT HAT, DIESE FÜR DIE</small> M<small>ASSE MELIORIERT; WENN SIE ABER GESAGT HAT: SEHT, WAS MEIN</small> M<small>ANN MIR HINTERLASSEN HAT, ICH WILL ES BEARBEITEN UND</small> [<small>DEN</small> E<small>RTRAG</small>] <small>GENIESSEN, SO HAT SIE ES FÜR SICH MELIORIERT</small>.
ט <big><strong>גמ׳</strong></big> אמר רב חביבא בריה דרב יוסף בריה דרבא משמיה דרבא לא שנו אלא ששבחו נכסים מחמת נכסים אבל שבחו נכסים מחמת עצמן השביחו לעצמן
9 GEMARA. R. Ḥabiba, Sohn des R. Joseph, des Sohnes Rabas, sagte im Namen Rabas: Dies gilt nur von dem Falle, wenn die Melioration der Güter durch die Güter erfolgt ist, wenn aber die Melioration durch sie selber erfolgt ist, so haben sie sie für sich selbst melioriert. –
י איני והא אמר ר' חנינא אפילו לא הניח להם אביהם אלא
10 Dem ist ja aber nicht so, R. Ḥanina sagte ja, selbst wenn der Vater ihnen nur einen Deckelbrunnen hinterlassen hat,